
In der Druckabteilung für Textilien ist genau dieser „Schnelltrocknungsprozess“ der Punkt, an dem die VOCs ihre Spuren hinterlassen. Man kennt diesen Geruch – scharf und anhaltend. Er ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Tinte noch nicht vollständig ausgehärtet ist und unreaktierte Monomere vom Trägermaterial abgegeben werden. Wenn man die Geschwindigkeit erhöht oder die Temperatur steigert, bleibt der Geruch bestehen – schließlich reicht allein die Wärme nicht aus, um eine vollständige Vernetzung zu erreichen.
Was technisch wichtig ist:
Die GPH-UV-Lampen basieren auf einer stabilen Niedrigdruck-Quecksilberdampflampe, die für eine konstante Ausstrahlung bei 254 nm ausgelegt ist. Zudem wird eine ozeongfreie Funktionsweise gewährleistet. Dieses Wellenlängenbereich wirkt auf die Photoinitiatoren in den UV-härtbaren Formulierungen ein und hilft gleichzeitig dabei, verbleibende Lösungsmittel sowie Verbindungen mit niedriger Molekülmasse zu zerstören.
Im Produktdurchlauf sind folgende Eigenschaften entscheidend: Eine konstante Strahlungsintensität entlang des Lampenbogens, eine Reflektorgeometrie, die eine gleichmäßige Verteilung der Strahlung gewährleistet, sowie eine Lebensdauer, bei der die Leistung innerhalb eines bestimmten Bereichs bleibt. In der Praxis bedeutet das, dass die Energiedichte beim Härtungsprozess von Cycle zu Cycle konstant bleibt – statt dass sie stark schwankt und dadurch Zeit für Justierungen der Lampe und ihrer Leistung erforderlich ist.
Warum es bei der Verzierung von Textilien funktioniert:
Bei der Schnelltrocknung müssen zwei Dinge gleichzeitig geschehen: schnelle Polymerisierung und Reduzierung des Geruchs. Die GPH-Lampen ermöglichen beides, indem sie eine vollständige Vernetzung sowohl in der Oberfläche als auch in der Tinteschicht erreichen. Dadurch entsteht ein saubereres Prozessprofil: weniger flüchtige Stoffe, weniger Zeit für die Beseitigung des Geruchs sowie eine gleichmäßigere Druckqualität über die gesamte Produktionsmenge hinweg. Man kann also schneller arbeiten, ohne auf die Härtetiefe zu verzichten – außerdem wird die Belastung durch die Belüftung verringert, was wiederum die Betriebskosten senkt.
Die Realitäten vor Ort:
GPH-Lampen sind empfindlich gegenüber der Anzündspannung sowie der Ausrichtung des Reflektors. Wenn die Komponenten nicht richtig abgestimmt sind, verkürzt sich die Lebensdauer der Lampe und der spektrale Peak wird breiter. Bevor man die Rezepturen ändert, sollte man zunächst die Kompatibilität der Komponenten sowie den Abstand zwischen Lampe und Trägermaterial überprüfen. Auch sollten die Reflektoren sauber gehalten werden – sonst wird die gleichmäßige Verteilung der Strahlung gestört.
Man sollte „ozeongfrei“ als Systemanforderung betrachten – nicht nur als Etikett. Es sind weiterhin ausreichender Luftstrom sowie eine geeignete Gehäusekonstruktion erforderlich, damit dies gewährleistet werden kann.